Weblog-Archiv für 20. Juli 2008|Tagesarchiv
GbR gründen- alles ganz einfach (?)
die GbR ist neben dem Einzelunternehmertum die einfachste Unternehmensform. Es braucht keine Notare, kein Stammkapital, eigentlich braucht es nicht mal einen Gesellschaftervertrag.
Wie einfach es dann wirklich ist, hängt aber wieder von den persönlichen Voraussetzungen ab.
Sind alle Beteiligten der zukünftigen GbR Existenzgründer ist das kein Problem. Da macht man eine Buchhaltung, jeder hat seine Nummer für die Einkommensteuer und versteuert entsprechend seinen Anteil und die GbR hat eine gemeinsame Nummer für die Umsatzsteuer und die Gewerbesteuer.
Ist aber einer der GbR-Gründer bereits selbständig, und das dürfte nicht gerade selten sein, dann ist doch die Hilfe eines Steuerberaters notwendig. Endgültig konnte meine Internet-Recherche die Frage nicht beantworten, die meisten Quellen meinen jedoch, dass derjenige in dem Fall sein eigenes Gewerbe abmelden muss und mit der GbR ein neues anmelden.
Aber mal so von der rein emotionalen Seite: man will sein Gewerbe aber vielleicht gar nicht abmelden…. man hat das Baby so viele Jahre grossgezogen, dass man irgendwie doch sehr daran hängt. Dass das eigene Gewerbe zur GbR wird, das wäre ja ok, aber abmelden?
Und was passiert mit all den laufenden Sachen? Was ist mit der Anschaffung aus dem letzen Jahr die einen Restwert von 500€ hat? Alles Sachen, für die man dann teuer einen Steuerberater bezahlen muss um das alles zu klären.
Hinzu kommt, dass der Einzelunternehmer einen Gewerbesteuer-Freibetrag von 25.000€ hat. Die GbR auch. Sprich: Gewerbesteuer fällt viel früher an, als wenn jeder sein eigenes kleines Gewerbe behalten hätte.
Wo ist also der Vorteil der GbR? Als mir die Idee der Gründung kam, hatte ich noch viele Argumente dafür, umso länger ich darüber nachdenke, desto weniger fallen mir aber ein…
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