Archiv für Juni 2008|Monatliche Archivseite
Zwischen zwei Stühlen; oder: Wie ein Hacker den Zeitplan stören kann
Ok, noch 5 Tage bis alle Examensprüfungen durch sind. Firma muss also zumindestens 5 Tage Pause machen. Dumm nur, wenn ein Hacker meint, genau jetzt den gesamten Server mit 12 Domains lahmlegen zu müssen.
Was tun? „Tschuldigung, kann ich erst nächste Woche drum kümmern?“ Wohl kaum. Dann ist der Kunde (zurecht) weg. Tolles Timing, lieber Hacker.
Also kümmer ich mich drum. 10 Stunden lang, Dateien auf dem Server suchen, prüfen, uploaden. Bugfixing. Datenbanken wieder herstellen.
Jetzt ist einer meiner verbleibenden Lerntage weg. Dafür habe ich hoffentlich einen Kunden zu einem Stammkunden machen können.
Naja, wer Business machen will muss eben Prioritäten setzten.
Unternehmergeist – zügel dich!
Erst die Uni zu Ende bringen, dann Business machen.
Einfach gesagt, aber schwer zu machen. In zwei Wochen sind alle Prüfungen vorbei, das ist ein überschaubarer Zeitraum, trotzdem kann ich mich einfach nicht beherrschen. Gespräche mit dem Grafiker bezüglich des Logos, erste Kundenanfragen und Aufträge, Voraborganisation… das alles fordert seine Zeit ein.
Und ja, es macht mir Spass. Mehr als alles, was ich bisher beruflich gemacht habe. Ich WILL das jetzt endlich machen! Und auch diese blöden zwei Wochen bis es endlich richtig losgeht erscheinen mir als zu lang. Mein Kopf ist voller Ideen, ich habe Marketing- und Aquise-Pläne, will endlich auf den Markt.
Mir ist schon klar, dass das keine Firma wird, die in den ersten Monat vierstellige Beträge abwirft, das machen Neugründungen einfach nicht, da bin ich Realist, aber der Unternehmergeist in mir will raus.
Mein Baby soll endlich geboren werden, die Schwangerschaft war lang genug, das Kinderzimmer ist seit Wochen bereit…..
Firmengründung und Stress
Ja, ich gebe zu, ich hab es ein wenig unterschätzt.
Die Firma soll am 1.7. starten. Dass ich am 1.6 im Stress untergehe mag daran liegen, dass ich nebenbei auch noch mein Examen zu Ende bringen muss. Aber daneben auch daran, dass ich es nicht hinbekomme, abzuschalten. Da muss ein Weg her, sonst falle ich eines Tages einfach um- sobald Wochenende ist und ich mal ein bisschen Zeit habe fängt es an- mit dem Grafiker das Logo besprechen, den Telefonanbieter beauftragen, die Versicherungen starten, Kontakte knüpfen, Treffen mit Netzwerkern ausmachen und abhalten, Kreditkarte beantragen…
Der Kopf ist voll mit To-do-Listen. Alles schwirrt rum und will erledigt werden. Und kaum hat man mal „frei“, hat man Zeit für genau diese Sachen. Vieles davon lässt sich aber eben nicht auf den Gründungstag verschieben, sondern muss vorher organisiert werden.
Ich komme einfach nicht zur Ruhe. Vor allem zu Hause nicht. Zuviel zu tun. Wann soll ich für meine Prüfungen lernen? Manchmal muss man eben Prioritäten setzen…
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